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PHASEN DES PROJEKTES MATERNITY HOME

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Ziele des Maternity Hom  |  Zeugenaussagen: Geburten nach Stämmen  |  Nachrichten  |   Arbeiten Sie mit uns zusammen! 

Phasen des Maternity Home von Afrikable

Das Projekt besteht aus einer ersten Forschungs- und Bewertungsphase sowie drei Umsetzungs- und Ausführungsphasen.

Vorstufe: Projektmachbarkeitsstudie

Die Gesundheit der Frauen ist von Anfang an eine der ersten Prioritäten von Afrikable, da wir sie als wesentlicher Bestandteil der umfassenden Selbstbestimmung der Frau verstehen. Die gesundheitlichen Selbstbestimmung der Frau ist aus unserer Sicht die Voraussetzung für soziale und psyschiche Unabhängigkeit und Selbstbestimmung, bevor man mit der Gesundheitsversorgung im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit beginnt, ist unverzichtbar, grundlegend andere Aspekte des Empowerments auszuarbeiten: das soziale und psychologische Empowerment der Frau.

So begannen wir im Jahr 2010 Frauen mit Themen bezüglich der reproduktiven und gesundheitlichen Rechte, Familienplanung, Führung und Selbstwertgefühl, Gewalt gegen Frauen usw. zu sensibilisieren und zu informieren. Wir haben ihnen auch finanzielle Unterstützung angeboten, um im Rahmen der begrenzten Möglichkeiten in Lamu eine Geburtsbegleitung in Anspruch nehmen zu können.

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2015 wurde die Machbarkeitsstudie des Maternity Home-Projekts von Afrikable durchgeführt, indem wir Frauen und traditionelle Hebammen, lokale Behörden, verschiedene Mitglieder des Kreiskrankenhauses und Privatkliniken sowie das in Internationaler Zusammenarbeit erfahrene Gesundheitspersonal (GynäkologInnen / Hebammen) in Spanien interviewt haben. Verschiedene Organisationen mit Know-how in diesem Bereich wurden kontaktiert, um Ideen und Wissen mitzuteilen.

Die befragten Frauen gehören alle zur Risikogruppe für soziale Ausgrenzung und extreme Armut. Keine der Frauen hat je eine gynäkologische Routineuntersuchung erhalten noch wissen sie, was ein Gynäkologe ist oder was neben der Geburtsbegleitung zu seinen Tätigkeitsfeldern zählt. Sie würden zu Untersuchungen gehen, wenn diese kostenlos wären und vom weiblichen Gesundheitspersonal durchgeführt würden.

Das Kreiskrankenhaus ist in der Abteilung für Familienplanung gut mit Verhütungsmitteln ausgestattet. Leider werden die Menschen nicht über die Nutzung aufgeklärt oder überhaupt informiert, dass Verhütungsmitteln vorrätig sind. Afrikable wird diese Aufgabe übernehmen und Frauen über Verhütungsmittel aufklären sowie Frauen zum Bezirkskrankenhaus verweise.

In Bezug auf die Schwangerschaft und Geburt besuchen Frauen keine privaten Kliniken mangels finanziellen Mitteln. Sie gehen aus verschiedenen Gründen meistens nicht im Kreiskrankenhaus: Einige sagen, sie leiden unter Diskriminierung, weil sie arm sind oder wegen der Zugehörigkeit zu bestimmten Stämmen. Viele gehen nicht hin, weil die Krankenhäuser über keine Duschen verfügen, wo sie sich nach der Entbindung mit heißem Wasser waschen könnten. Sie beklagen, dass die Krankenbetten für Geburten ungeeignet sind, da sie keine Griffe haben und sehr eng sind, was ihnen äußerst unangenehm ist. So lassen die Betten nicht zu in Positionen zu gebären, die in ihren jeweiligen Stämmen üblich sind.

Viele andere gehen nicht ins Krankenhaus, weil es durchaus üblich ist, dass die Mütter, während sie auf den Arzt warten, allein auf dem Boden oder auf dem Krankenbett gebären.

Eine Geburtsbegleitung im Krankenhaus ist grundsätzlich kostenfrei, jedoch werden die Frauen gezwungen, Hilfsmittel wie Becken, Bleichmittel, Seife, Desinfektionsmittel, Baumwolle und sogar Latex-Handschuhe mitzubringen. Der Aufenthalt nach der Geburt ist jedoch nicht kostenfrei, so dass die Frauen bei einer komplikationsfreien Geburt gebeten werden nach Hause zu gehen. Unter diesen Umständen bevorzugen die Frauen eine Hausgeburt, da sie sich dort ausruhen können ohne sich anschließend bewegen zu müssen.

Zu Hause fühlen sie sich wohl und sicher, aber eigentlich sind die hygienischen Bedingungen sehr mangelhaft. Viele haben noch nicht mal ein Bett, so dass sie auf dem sandigen Boden gebären und als Unterlage verwenden sie nur einen Teppich aus Palmblättern oder gebrauchte Säcke. Die traditionellen Hebammen führen Episiotomien durch und schneiden die Nabelschnur mit einer nicht sterilisierten 2 Zoll Rasierklinge durch, was an jedem Kiosk verkauft wird. Das Wasser mit dem das Baby und die Mutter gewaschen werden, ist weder abgekocht, noch handelt es sich hierbei um Trinkwasser.

Um bei der Desinfektion und Heilung der Nabelschnur von Neugeborenen zu helfen, verbrennen viele diese mit heißen Kohlen, was in der Regel Infektionen verursacht, die sich üblicherweise in Neugeborenen-Tetanus und Nabelhernien umwandelt, wenn die Kinder älter werden.

Die traditionellen Hebammen verfügen über viel Erfahrung. Wenn sie das Gefühl haben, dass es Komplikationen geben wird, dass mit dem Neugeborenen etwas nicht stimmt oder sie während der Geburt den Fötus nicht richtig positionieren können, verweisen sie in der Regel die Frauen ins Krankenhaus. Oft ist diese Überweisung jedoch zu spät und somit das Leben von Kind und Mutter in Gefahr. Es ist daher wichtig, die Hygiene in der Aus- und Fortbildung der Hebammen als essentiellen Bestandteil zu verankern und ebenfalls Erst-Hilfe-Kurse anzubieten.

Es ist notwendig, ein Gleichgewicht zwischen der traditionellen und der konventionellen Medizin zu erreichen. Eine sichere Geburtsbegleitung und dabei die kulturelle Vielfalt zu respektieren ist die Essenz für Afrikable.

Erste Phase: Ausbildungs- und Sensibilisierungsworkshops

Während dieser ersten Phase haben wir Frauen und lokale Hebammen in verschiedenen Themen bezüglich der allgemeinen Frauengesundheit während der Schwangerschaft, HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten, Familienplanung, sexuellen und reproduktiven Rechte, sicher zu Hause gebären, Ernährung während der Schwangerschaft, erste Hilfe usw. ausgebildet und sensibilisiert.

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Die lokalen Hebammen werden mit einem Geburtsbegleitungs-Kit ausgestattet. Darin sind Handschuhen, sterile Kompressen, Desinfektionsmittel, Öle, sterilisierten Rasierklingen usw. enthalten, die die Geburtsbegleitung erleichtern.

Es ist eine Phase in einer kontinuierlichen Entwicklung, wobei man eine solche Ausbildung und Sensibilisierung in regelmäßigen Abständen in verschiedenen Gemeinden anbietet.

Zweite Phase: Gynäkologische Untersuchung

Während dieser Phase werden die lokalen Hebammen ausgebildet in Routineuntersuchungen sexuelle übertragbare Krankheiten zu erkennen, die Schwangerschaft zu überwachen, sowie die richtige Ernährung während der Schwangerschaft und die Verwendung der Geburtsbegleitungs-Kits, um damit eine kostenlose gynäkologische Versorgung anbieten zu können.

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Es wird aus der Gemeinde eine Gynäkologin und eine Krankenschwester als Hebamme angestellt. Die Anlage wird aus einer Arztpraxis mit der Grundausstattung, einem Hygieneraum sowie einem Warteraum bestehen, wo auch die Ausbildungs- und die Sensibilisierungsworkshops erteilt werden.

Mehr als 200 Frauen werden jeden Monat von diesem Projekt direkt profitieren. Sie werden qualitative gynäkologische Untersuchungen, eine sichere Schwangerschaftsüberwachung sowie Ausbildungs- und die Sensibilisierungsworkshops zu Themen wie Frauengesundheit bekommen.

Die Kosten für die Umsetzung der Gynäkologie Praxis wird auf 15.000 € geschätzt.

Dritte Phase: Entbindungsstation (Geburtsbegleitung)

Während dieser dritten und letzten Phase des Projekts Maternity Home von Afrikable wird ein Kreißsaal mit der notwendigen Ausrüstung gebaut, um die Geburten sicher und auf einer gesunden Art und Weise zu begleiten. Es wird ein Raum mit Betten gebaut, um die Frauen vor und nach Geburt zu pflegen. Das Modul wird einen Hygieneraum und Duschen mit heißem Wasser haben, genauso wie es sich die Frauen in den Interviews gewünscht haben. Als größtes Problem wurden die fehlenden Duschen genannt und, dass sie nach der Entbindung nicht waschen können.

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Es wird so weit wie möglich versucht, die traditionelle Art und Weise der Geburt zu Hause mit den üblichen Techniken der Geburt in Krankenhäusern (eine andere Bitte von Frauen bei den Interviews) in Einklang zu bringen, wo neben der durch das Projekt angestellten Hebamme bei der Entbindung auch die von den Frauen vertraute traditionelle Hebamme teilnehmen können wird.

Die Kosten für die Entbindungsstation wird auf 25.000 € geschätzt.

Wenn Sie wissen wollen, wie die Frauen traditionsgemäß in ihrem Stamm ihre Kinder zu Welt bringen, dann klicken Sie hier.

 

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ÜBER AFRIKABLE

Afrikable ist eine gemeinnützige Organisation aus Spanien, eingetragen im Nationalen Vereinsregister unter der Nummer 1/1/594088 und im Register nichtstaatlicher Entwicklungsorganisationen der Spanischen Agentur für Internationale Entwicklungszusammenarbeit („Agencia Española de Cooperación Internacional al Desarrollo“, AECID) unter der Nummer 2033.

 

In Kenia heißt unsere Organisation „Afrika Able Organization“ und ist im NGO Coordination Board von Kenia unter der Nummer 10976 verzeichnet.

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