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HERSTELLUNG DER SANDALEN

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Herstellung der Sandalen

Die Frauen, die Teil des Afrikable Projekts sind, hatten noch nie Schuhe gemacht. Weder Schuhe, noch eine Tasche. Sie wussten nicht einmal, wie ein Lineal verwendet wird, bevor sie am Projekt teilgenommen haben. Ihr Lebensaufgabe bestand darin, Wasser zu holen, Holz hacken und sich um die Familie zu kümmern.

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Die Aufgabe, mit sehr einfachen Werkzeugen, eine Reihe hochwertiger Schuhe zu entwickeln, welche die Kriterien des Fairen Handels erfüllen, war eine große Herausforderung. Unser Dank gilt vor allem den Bemühungen der Frauen, ihre Fähigkeiten auszubilden, dem Vertrauen von Alma en Pena und der Unterstützung vieler Menschen, die uns in dieser Herausforderung unterstützt haben, wodurch das Projekt gelingen konnte.

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Um die Qualität der Schuhe zu verbessern, Materialien zu optimieren und die Produktionstechnik zu verbessern, sendete uns Alma en Pena im Herbst 2015 Jorge Mañez, Schuhmodell- und Schnittmusterhersteller mit umfangreicher Erfahrung in der Schuhindustrie nach Lamu. Jorge kam als Freiwilliger und arbeitete eng mit den Frauen des Projekts zusammen, indem er ihnen neue Techniken beibrachte und die zur Verfügung begrenzten Ressourcen zu optimierte. Es gelang ihm eine Kollektion in höchster Qualität unter der Verwendung minimaler Ressourcen zu entwickeln, die komplett handgefertigt ist.

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"Jetzt arbeite ich als Modellierer für ein Unternehmen von Elda, das die vielen neuen verfügbaren Technologien auf dem Markt nutzt, wodurch die Herstellung von Schuhen stark vereinfacht wird. Die Afrikable Frauen haben großen Verdienst, Sandalen mit solch extrem begrenzten Ressourcen herzustellen. Es ist reine Handwerkskunst, diese Sandalen haben einen unschätzbaren Wert.”
Jorge Mañez

Wir erzählen dir weiter, wie die Sandalen von ALMA EN PENA by AFRIKABLE hergesellt werden.

Von Alma en Pena schicken sie uns einen Entwurf auf Papier. Daraufhin überprüfen wir die Machbarkeit der Herstellung der Sandalen. Es wird eine erste Probe durchgeführt und wenn die Herstellung machbar ist, dann werden in Spanien die endgültigen Muster produziert und nach Lamu gesendet. Es gibt ein Muster für jedes Modell und jede Größe, sowohl für das Top (der obere Teil, das Dekor der Sandale) als auch für die Sohle (Vorlage).

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Der erste Schritt in der Herstellung der Sandale ist die Verarbeitung des Leders. Die verschiedenen Stücke aus Leder werden gefärbt und mit einem Bitumen bestrichen , das die Haut befeuchtet und eingeweicht. Im Folgenden werden die am besten geeigneten Stücke für jede Art von Top und Sohle ausgewählt. Die Felle sind nicht einheitlich, diese müssen einzeln begutachtet werden, um zu entscheiden welcher Bereich für die Sohle (fest und widerstandsfähig) und welcher Bereich für das Top verwendet wird (weich und flexibel, der das Nähen der Dekoration erleichtert und wiederum nicht starr am Fuß bleibt, wenn die Sandalen angezogen werden).

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Wenn die Felle ausgewählt sind, zeichnet man eins nach dem anderen, die Muster der Stücke, aus denen die Sandalen bestehen. In der Zeichnung des Stückes skizziert man detalliert die Top-Designs, um das Nähen zu erleichtern. Auf diese Weise wissen die Frauen, wo Kreise oder Linien folgen, die das Design mit den Perlen bilden. Jedes Stück wird herausgeschnitten und von Hand gestanzt.

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Die Tops werden von den Frauen mit der Hand genäht und Schläge, um durchzulöchern verwendet, wo anschließend der Faden mit den Perlen durchgezogen wird. Die Perlen werden einzeln von Hand aufgereiht, streng gemäß der Markierung des aus Spanien gesendeten Musters. Ein Top zu machen kann mehreren Stunden oder sogar Tage dauern, abhängig von der Komplexität und Größe des Musters. Jede Frau hat einen anderen Stil des Nähens, so dass jedes Paar ein kleines Kunstwerk wird, jedes auf seine Weise einzigartig und besonders.

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Wenn die Arbeit des Perlennähens beendet ist, kommt im nächsten Produktionsschritt das Lederfutter hinzu. Für das Topteil und die Sohle verwenden wir Rindsleder, weil es sehr robust und strapazierfähig ist. Für das Futter verwenden wir Ziegenleder, da es sehr weich und bequem ist. Wie jeder Teil des Prozesses findet auch dieser in Handarbeit statt. Hier müssen die Frauen die Stücke des Futters zuschneiden, um sie dem Schnittmuster anzupassen.

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Die Sohle der Sandale besteht aus drei Teilen. Das Lederstück, das unmittelbar mit dem Fuß verbunden ist, die Gummisohle, die in Kontakt mit dem Boden ist, und ein schwammiges keilförmiges Stück, das im Fersenbereich zwischen beide Stücke eingebracht wird, um den Tritt bequemer zu machen. An dieser Ledersohle wird es um den Umfang gesteppt, um sie fester zu machen und um eine bessere Feinstbearbeitung zu geben. Anschließend werden sie mit der entsprechenden Größe und dem Logo Alma en Pena by Afrikable gestempelt. All diese Teile müssen gezeichnet und von Hand mit einer einfachen Schere geschnitten werden, was ziemlich schwierig ist, da die Sohlen und Schuheinlagen sehr hart sind.

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Jetzt können die Teile zusammengefügt und zu Sandalen montiert werden. Jede einzelne auf eine speziell vorgesehene Form je nach Schuhart, die hergestellt werden soll. Dieser Prozess ist sehr kompliziert und erfordert großes Können und Erfahrung, denn hier entscheidet sich, ob die Sandale zukünftig bequem und komfortabel zu Tragen sein wird. Sobald die Sandale in ihrer Form gut verkeilt ist, wird ein sehr leistungsfähiger Kleber aufgebracht und die Sandale anschließend getrocknet.

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Sobald diese getrocknet ist, wird die Sohle mit dem Schwamm verklebt, danach wird die Sandale von allen Seiten geschliffen. Nun werden die Riemen bzw. Schnallen auf die passenden Modelle angebracht, anschließend werden die Sandalen gereinigt, Bitumen aufgetragen und poliert. Nach mehreren Qualitätskontrollen in den verschiedenen Phasen des Prozesses werden die Sandalen nun verpackt und nach Spanien gesendet, von wo aus sie an Geschäfte auf der ganzen Welt geschickt werden!

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Der Transport der Sandalen ist ziemlich umständlich. Von Lamu aus werden sie mit dem Boot nach Mokowe gefahren, der nächstgelegenen Stadt auf dem Festland. Von dort aus reisen die Sandalen per LKW nach Mombasa und von dort aus weiter nach Madrid mit dem Flugzeug oder Schiff, je nach Versand. Natürlich werden die Sandalen, wie es in Lamu üblich ist, von unseren Anlagen bis zum Anlegesteg der Insel auf die traditionelle Art und Weise gebracht ☺

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Jetzt haben Sie die Mühe und Liebe, die mit der Herstellung von jedem Paar Sandalen verbunden ist, kennengelernt. Wenn Sie die neue Frühlings- und Sommerkollektion 2016 sehen wollen, besuchen sie jetzt den Online-Shop von Alma en Pena. Sie sollten sie nicht verpassen!

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Übersetzer: José Luis Ávila

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ÜBER AFRIKABLE

Afrikable ist eine gemeinnützige Organisation aus Spanien, eingetragen im Nationalen Vereinsregister unter der Nummer 1/1/594088 und im Register nichtstaatlicher Entwicklungsorganisationen der Spanischen Agentur für Internationale Entwicklungszusammenarbeit („Agencia Española de Cooperación Internacional al Desarrollo“, AECID) unter der Nummer 2033.

 

In Kenia heißt unsere Organisation „Afrika Able Organization“ und ist im NGO Coordination Board von Kenia unter der Nummer 10976 verzeichnet.

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